09 Januar 2023

Bischof Vester besuchte die Gemeinde Eppingen am So., 8. Januar 2023

 Bischof Jörg Vester am Altar

Textwort: Matthäus 2, Vers 2

Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.

Nach Vorlesen des Textwortes trugen die Sänger der kleinen Gemeindechores das Lied „Ich bin ja geborgen in Jesu“ vor, worauf der Bischof gleich zu Beginn seiner Predigt darauf einging und mutmaßte, dass der Text des Liedes vielleicht zu einem Zeitpunkt entstanden sein könnte, wo es dem Dichter (Hermann Engelhardt) vielleicht nicht zu gut gegangen sei. Er verleiht jedoch in dem Text die Sicherheit, dass wenn man an den Herrn glaubt und ihm vertraut, dass man dann auch in ihm geborgen ist.

Der Bischof ging dann auf das Jahresmotto „Mit Christus dienen und regieren“ ein, um dies weiter zu erläutern. Christus ist unbestritten der Chef seiner Kirche, aber mit ihm ‚dienen und regieren‘ bedeutet auch, entsprechend Verantwortung zu übernehmen, nicht nur über sich selbst, sondern auch im gewissen Maße für die Gemeinde. Verantwortung kann auch mit Sorge verbunden sein, diese nicht entsprechend wahrnehmen zu können, doch auch hier gilt der Trost: „Du bist ja geborgen in Jesus.“ Denn schließlich beginnt das Jahresmotto: „Mit Christus …“. 

Vor wenigen Tagen haben wir den Drei-Königstag gefeiert, auch als Erscheinungsfest bekannt und das Textwort beschreibt einen kleinen Teil der Ereignisse, weshalb es diesen Feiertag gibt. Die uns als ‚die Weisen aus dem Morgenland‘ bekannten Männer hatten in dem Stern und vielleicht noch in anderen Zeichen erkannt, dass der neue König der Juden geboren worden sei, welchen sie anbeten wollten. Sie begaben sich daher zum Sitz des Königs Herodes, welcher jedoch davon nichts wusste. 

Es ist in diesem Zusammenhang interessant, dass die Heilige Schrift, insbesondere die Weihnachtsgeschichte, davon berichtet, dass die Engel zunächst Hirten auf dem Felde, die in der damaligen sozialen Rangfolge ziemlich unten standen, von der Geburt Jesus berichteten, aber dass eben auch Menschen wie die Weisen aus dem Morgenland, die sicherlich sozial wesentlich bessergestellt gewesen waren, davon erfahren haben. Und während die Hirten vermutlich Juden waren, so waren die Weisen dies nicht. Auch dies ist eine schöne Botschaft, dass Christus für alle Menschen gekommen war. Für uns bedeutet dies, dass wir als Nachfolger Jesu Niemand ausgrenzen sollen. 

Im weiteren Verlauf der Geschichte erfahren wir, dass die Weisen zwar die falsche Adresse gewählt haben, aber anscheinend gute Argumente dafür hatten, basierend auf ihren gewonnenen Erkenntnissen, dass ihnen der König geglaubt hatte, auch wenn dieser ganz andere Absichten verfolgte, als den neuen König anzubeten. Mit Unterstützung seiner Mitarbeiter, darunter auch Schriftgelehrte, die aus den Schriften der alten Propheten zitierten, wurde sogar der Geburtsort Bethlehem bekannt, was letztendlich zu einem schrecklichen Ereignis führte. Es bleibt aber festzuhalten, dass die Geburt des Messias selbst im Königshaus bekannt geworden war.

Soweit ein kurzer Rückblick auf den Gottesdienst mit dem Bischof, welcher durch die beiden stellvertretenden Bezirksvorsteher Freier und Habich begleitet worden war. Letztgenannter wurde dann zu einer Predigtzugabe aufgefordert (siehe Bild).

Stellv. Bezirksvorsteher Daniel Habich am Altar


Chor unter Leitung der Dirigentin Sandra Greiner


Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Teilnehmer zum ersten Mal nach der Pandemie wieder die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee noch eine kleine Weile Gemeinschaft zu pflegen, um sich zum Beispiel zu unterhalten. Diese Möglichkeit soll sonntags auch zukünftig wieder gepflegt werden.

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